Die Rauhnächte – Bedeutung, Ursprung und Rituale
- janne jacobi

- 22. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 23. Dez. 2025
Was passiert in den Tagen im Jahr, in denen seit Jahrhunderten laut vielen Kulturen die Zeit nicht existiert?
Dieser Artikel führt dich in die Mystik der Rauhnächte ein, gibt dir Anleitungen, wie du diese Zeit nutzt und eine neue Perspektive, fernab von Ritualen und To-Do Listen.

Die Rauhnächte erleben seit einigen Jahren einen echten Hype. Vielleicht ist das dein erstes Jahr, vielleicht hast du sie schon viele Jahre gefeiert.
Du bist angezogen von diesen Ritualen, aber so richtig lebensverändernd umgehauen hat dich bisher noch nichts. Wenn du ehrlich bist, bist du sogar manchmal ein bisschen gestresst. Du lässt dir von anderen sagen, was du jetzt in dieser Zeit tun musst, damit dein kommendes Jahr erfolgreich wird.
Ist das die Wahrheit oder steckt viel mehr Tiefe in dieser Zeit?
Viel Freude beim Lesen.
Was sind die Rauhnächte?
Die Rauhnächte sind die 12 Nächte zwischen den Jahren. Sie gelten seit Jahrhunderten als mystischer Übergang, in dem die Türen zu anderen Dimensionen weit offen stehen. Traditionell ist dies eine Zeit, in der:
das vergangene Jahr verabschiedet und
die Vision für das neue Jahr sichtbar wird.
Nicht durch Tun. Diese Zeit flüstert und lädt zum Lauschen ein. Nur in der Ruhe und im Körper kann sich die wahre Magie dieser Zeit entfalten.
Wann sind die Rauhnächte?
Es gibt verschiedene Überlieferungen. Die meisten sprechen jedoch von einem Beginn in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember und einem Ende in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar.
Wenn du auf diese Zeit deines Lebens zurückblickst, wirst du spüren, dass dieser Übergang immer schon besonders, einfach anders war. Unabhängig davon, ob du die Rauhnächte bewusst erlebt hast. Es ist kollektiv spürbar, dass Abläufe, Planungen und Arbeit in den Hintergrund treten. Die Uhren laufen einfach anders im Übergang der Jahre. Zeitloser.
Warum gibt es 12 Rauhnächte?
Früher war die Zeit vieler Kulturen nach dem Mond ausgerichtet. Eine weibliche, zyklische Ausrichtung des Lebens. Später wurde auf das Sonnenjahr gewechselt und damit die Zeit selbst verändert. Seitdem richten wir uns nach der Sonne.
Das Mondjahr hat 354 Tage.
Das Sonnenjahr hat 365 Tage.
→ Die Differenz? 11 Tage oder 12 Nächte. Daraus wurden die Rauhnächte.
Die Rauhnächte sind demnach die Zeit, die von der zyklischen (und damit weiblichen) Lebensweise im Jahreskreis geblieben ist. Die einzigen zwölf Nächte im Jahr, in denen wir nicht tun, sondern sind. In denen Mystik, Intuition und Heiligkeit Raum bekommen - zumindest offiziell.
Die Rauhnächte weiblich zu zelebrieren ist eine der wertvollsten Erinnerungen, die du dir als Frau schenken kannst.
Was macht man in den Rauhnächten?
Wenn du das wirklich verstanden hast, dann weißt du auch, dass ich dir jetzt keine Rituale, To-dos und Anleitungen vorstelle. Denn in den Rauhnächten geht es eben gerade nicht ums Tun!
Was du in den Rauhnächten machen kannst:
lauschen
spüren
atmen
empfangen
beobachten
bewegen
Was sollte man in den Rauhnächten nicht tun?
In vielen alten Überlieferungen galt:
keine schwere Arbeit
keine großen Entscheidungen
kein Vorwärtsdrängen
Für dich bedeutet das:
kein Manifestieren
keine To-Do's
keine Journaling-Analyse-Sitzungen über dein Leben und deine Persönlichkeit
Stattdessen: Hingabe an den Rhythmus dieses zeitlosen Seins.
Annahme dessen, was ist → ohne Analyse.
Empfangen dessen, was kommt → ohne Suche.
Haben die Rauhnächte einen religiösen Ursprung?
Nein. Sie sind älter als Religion. Sie sind eine Erinnerung an etwas Uraltes. Die Verbindung von Natur, Mond, Jahreszeiten und Zyklen. Und du, als Frau, bist Zyklus. Wie der Mond, die Natur und die Jahreszeiten.
Wie gestalte ich meine Rauhnächte?
Ich zelebriere seit meiner Kindheit diese mystische Zeit. Schon als Kind habe ich mit meiner Mutter und Schwester Träume beobachtet und Zeichen empfangen. Für mich sind die Rauhnächte natürlich.
Ich habe einige Jahre Wünsche formuliert, manifestiert, Ziele festgelegt und Rituale vollzogen. Ganze To-do-Listen abgearbeitet. Und gespürt: Das ist nicht der Sinn und entgegen dem energetischem Rhythmus der Rauhnächte.
Mittlerweile besinne ich mich auf die Langsamkeit und Stille dieser Zeit. Ich werde leise, um dem Flüstern der Dimensionen und meiner Seele lauschen zu können. Ich bin einfach da - präsent mit meinem Körper, meinen Träumen.
Ich empfange, notiere, genieße und erlebe. Mehr nicht.
Fragen, die dir helfen
Hinterfrage deine geplanten Rituale.
Sind sie im Gedanken von Leistung oder empfängst du?
Möchtest du dieses Jahr die Rauhnächte bewusst nutzen oder einfach in deinem Leben sein und schauen, was kommt?
Die Rauhnächte verbinden dich mit dir. Kein Ritual und kein Wunsch dieser Welt wird dir diese Verbindung schenken, solange du sie aus deinem Verstand erlebst.
Wenn dir meine Impulse und Perspektive auf die Rauhnächte gefallen haben, dann freut mich das sehr. Teile diesen Beitrag gern mit einer Freundin, Schwester, Mutter, Tochter, Tante oder Oma, die davon bereichert sein wird.
Danke für deine Lebenszeit
Janne


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