Rauhnachtsrituale – wenn spirituelle Praxis zu Stress wird
- janne jacobi

- 23. Dez. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Wie du die Rauhnächte jenseits von To-do-Listen wirklich erlebst.
Überkommt dich eine leise Angst, im kommenden Jahr weniger erfolgreich zu sein, wenn du in den Rauhnächten keine Ziele definierst, Wünsche manifestierst und Rituale zelebrierst?
Das ist Spiritualität gekleidet in eine Leistungsgesellschaft. Dieser Artikel gibt dir die Erlaubnis, die du dir geben willst, aber noch nicht kannst: Du bist erfolgreich, erfüllt, spirituell und voller Selbstliebe, auch, wenn du nichts davon machst.

Wenn du die Rauhnächte für dich nutzen willst - super schön! Viel Freude damit. Wenn du dabei Druck, Überforderung und Stress spürst, dann konzentriere dich auf deinen Körper und deine Gefühle. Pausiere deinen Kopf. Wie du das machst, erfährst du im Laufe des Artikels.
Wann sind Rauhnachtsrituale keine Unterstützung mehr?
Rituale sind wertvoll, wenn sie gut gehalten und verankert geführt sind. Sie können Bewusstseinsräume öffnen, Übergänge begleiten und Halt schenken.
Sie verlieren ihre magische Wirkung, wenn du ein Ritual machst, weil du glaubst:
sonst etwas zu verpassen
sonst dein neues Jahr negativ zu beeinflussen
dass du es tun musst
sonst nicht dazuzugehören
Das ist kein Ritual. Das ist ein To-do.
Ein innerer Auftrag zu leisten. Auch wenn dein Verstand das liebt: Dein Körper kennt den Unterschied. Deine Seele erst recht. Du erreichst das Gegenteil von deiner Intention.
Was passiert, wenn wir die Rauhnächte im Kopf statt im Körper erleben?
Die Rauhnächte sind ein Übergang. Ein Moment des Seins. Diese Übergänge lassen sich nicht denken. Sie lassen sich nur spüren. Wie der Moment zwischen zwei Atemzügen. Du musst nichts tun. Das Tun (atmen) lässt den Moment verschwinden.
Rauhnächte im Kopf
Visionboards
Wünsche visualisieren
Ziele setzen
Analysieren
Reflektieren
Damit wirst du oft schwerhörig für das leise Flüstern der Botschaften für dein neues Jahr.
Rauhnächte im Körper
tiefere Weisheit durch Körperwissen
Zugang zu anderen Dimensionen
intuitive Botschaften
Annehmen, ohne Analyse
Empfangen, ohne Suche
Ein einfaches Beispiel:
Du wünschst dir dich in deinem Körper wohler zu fühlen. Im Kopf: Du bastelst ein Visionboard. Schneidest das Wort „Körperliebe“ aus einer Zeitschrift aus und klebst es neben das Bild mit der Frau, die sich ihr Gesicht liebevoll eincremt. Im Körper: Du genießt eine warme Badewanne und cremst dir dein Gesicht liebevoll ein ...
Du kannst planen dein Leben zu verändern oder es verändern!
Wie kannst du die Rauhnächte jenseits von To-do-Listen erleben?
Es beginnt mit einer ehrlichen Frage: Was würde mir jetzt wirklich guttun?
Nicht:
Was sollte ich tun?
Was machen andere?
Was ist richtig?
Die Rauhnächte laden dich in eine tiefe Verbindung zu dir selbst ein. Sie sind kein Wettkampf. Sie verlangen keine Leistung.
Vielleicht ist es ein Spaziergang im Wald. Vielleicht ein warmes Bad. Vielleicht einfach mal ausreichend schlafen. Du darfst alles, was dir gut tut. Nur du kannst dir diese Frage beantworten. Du bist die Weisheit deines Lebens. Ein Beispiel aus meinem Leben ...
Eine spirituelle Praxis, die ich für mich abgewählt habe
Eine spirituelle Praxis, die ich für mich abgewählt habe, ist Yoga. Ich frage mich oft, wie viele Frauen zum Yoga gehen, obwohl sie es nicht mögen. Ich kann nicht die Einzige sein. Vor ein paar Jahren habe ich allerlei 30-Tage-Yoga-Challenges und Yoga-Klassen ausprobiert. Ich mag es nicht! Mich langweilt es, dann macht es mich wütend, dann gehe ich frustriert nach Hause. Irgendetwas an Yoga nervt mich. Und als gute spirituelle Spitzenschülerin denken wir doch sofort: „Oh, da habe ich wohl ein Thema“ oder „Yoga holt da wohl etwas hoch.“
Die Wahrheit ist - nein. Ich mag es nicht. Punkt.Genauso wenig, wie mir langen Wissens-Input zu den Rauhnächten zu gönnen. Er verdeckt mein Lauschen, Spüren und Präsentsein. Er macht mich schwerhörig für das Wichtige.
Einladung zu deiner eigenen Weisheit
Es ist wichtig auf deine eigene Weisheit zu hören - nicht auf Anleitungen, die dir nicht gut tun oder auf das, was andere machen.
Also ganz formell: Du hast die Erlaubnis, die Rauhnächte so zu verbringen, wie du dich gut fühlst. Und dein Leben wird davon nicht negativ beeinflusst.
Wenn du diese Rauhnächte lauschend und körperlich verbringen möchtest, aber etwas überfordert oder unsicher bist, wie du das umsetzen kannst - i got you!
Ab 25. Dezember bis 6. Januar findest du auf Spotify (in meinem neuen Podcast ab Januar 2026) eine kleine Reise für dich. Kein Input, kein To-do, kein Ritual. Eine kleine Hilfe, damit du leise wirst und deinen Körper bewusster spürst. Ohne Druck. Nur Lauschen und Spüren.
Dieser Artikel verurteilt nicht.
Solltest du selbst entsprechende Angebote haben oder eins der klassischen Angebote nutzen, dann fühl dich deshalb nicht schlecht. Du machst nichts falsch. Dieser Artikel ist für alle, die genau das brauchen, von dem ich hier schreibe. Wisse aber: Bei mir bist du mit allem immer erlaubt. Und alles, was für dich richtig ist, ist die Wahrheit. Denn du bist deine größte Weisheit.
Danke für deine Lebenszeit
Janne

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